Gedanken zu jedem Tag des Jahres!/E/D/I


Thoughts for each day of the year!/Pensieri per ogni giorno dell’anno!

zitate2 image with sound/Bild mit Ton/foto con suono

I am once again reading in the very powerful novel “A Tale of Love and Darkness” by Amos Oz which if full up of thoughts worthwhile to think about for years on end and which leads us from Vilna and Odessa, via Poland and Prague, to Israel and to the roots of his family.

On page 20 I can, for example, read:

Even when there was no power cut, we always lived in a dim light because it was important to economise: my parents replaced the forty watt bulbs by twenty-five watt ones, not just for economy but on principle.

Screenshot 2016-05-12 09.48.13Ich lese wieder einmal im absolut ausserodentlichen Buch “Eine Geschichte von Liebe und Finsternis” von Amoz Os. Dieses Buch ist voll von Gedanken, denen man das ganze Jahr nachgehen kann. Die Geschichte führt uns von Vilnius und Odessa über Polen und Prag schliesslich nach Israel und zu den Wurzeln seiner Familie. (Ich versuche hier einige seiner Gedanken zu übersetzen.)

Auf Seite 20 lese ich zum Beispiel:

Sogar wenn kein Stromausfall war lebten wir mit wenig Licht, den es war wichtig zu sparen. Meine Eltern ersetzten die 4O Watt Birnen mit solchen von 25 Watt, weil es nicht nur eine Sache des Sparens war, sondern auch ein Prinzip!

Sto leggendo una volta di più nel grande libro di Amos Oz „La Storia di Amore e di Tenebra“ E’ uno die libri più amati da me e lo considero assolutamente meraviglioso. La storia ci conduce da Vilna a Odessa, Polognia, Praga e Israele ed alle radici di sua famiglia. (Cerco qui di tradurre alcuni dei suoi pensieri.)

Sulla pagina 20, per esempio c’è scritto:

Anche se l’elettricità non è stata tolta abbiamo sempre vissuto con poca luce, perché risparmiare è stato importante. I miei genitori hanno scambiato le lampadine di 40 watt con quelli di 25 watt, non unicamente per salvare soldi, ma per principio.

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I was in 1968 in Jerusalem just a few days after the 6 days war.Ich war 1968 in Jerusalem nur wenige Tage nac dem 6 Tage Krieg./Sono stata a Jerusalemme solo poco giorno dopo la guerra dei 6 giorni.

Every morning, before he went out on his rounds, Grandpa made up parcels of clothes or cloth for the post. Sometimes he was awarded, lost or regained the position of local sales representative for some wholesaler or factory. He did not enjoy trading and was not successful at it, and barely made enough to keep himself and Grandma alive, but what he did enjoy was walking round the streets of Jerusalem, always elegant in his Tsarist diplomat’s suit, with a triangle of white handkerchief protruding from his top pocket, with his silver cufflinks, and he loved to spend hours sitting in cafés, ostensibly for business purposes but in reality for conservations and arguments and steaming tea and leafing through the newspapers and magazines, He also liked eating in restaurants. He always treated waiters as though he were a particular yet magnanimous gentleman. (Page 106)

An der Karlsbrücke in Prag. Die Mutter von Amos Oz studierte hier bis sie auch hier bis sie von Anti-Semiten vertrieben wurde. The writer's mother studied here until she had to escape because of anti-semitism./La madre di Amos Oz studiava a Praga fino a che ha dovuto scapare.

An der Karlsbrücke in Prag. Die Mutter von Amos Oz studierte hier bis sie auch hier bis sie von Anti-Semiten vertrieben wurde. The writer’s mother studied here until she had to escape because of anti-semitism./La madre di Amos Oz studiava a Praga fino a che ha dovuto scapare.

 

 Jeden Morgen bevor sich Grossvater auf seine Verkaufstouren machte, verpackte er Kleider oder Stoff für die Post. Manchmal wurde er belohnt, verlor oder erreichte die Position als örtlicher Vertreter eines Grossisten oder einer Fabrik wieder. Ihm gefiel das Handeln nicht und er war damit auch nicht erfolgreich. Seine Frau und sich selbst konnte er nur mit Mühe am Leben erhalten, aber er liebte es über alles in den Strassen von Jerusalem herumzugehen, immer elegant gekleidet in seinem zaristischen Diplomaten Anzug, wo immer das Dreieck eines weissen Taschentuchs aus der oberen Tasche herausguckte und mit seinen silbernen Manschettenknöpfen. Er genoss es stundenlang in Cafés zu verbringen, augenscheinlich, um Geschäfte zu tätigen, aber in Tat und Wahrheit, der Gespräche und Diskussionen willen, sowie wegen des dämpfenden Tees und der vielen Zeitungen und Zeitschriften. Er ass auch gerne in Restaurants und behandelte die Kellner als ob er ein aussergewöhnlicher und doch grosszügigerer Gast wäre.

I miei genitori mettevono sulle mie spalle tutto quello che lo stessi non sono riusciti a realizzare!

I miei genitori mettevono sulle mie spalle tutto quello che lo stessi non sono riusciti a realizzare! (Amos Oz)

Ogni mattina, prima di intraprendere il suo giro di vendite, mio nonno impacchettava dei vestiti o stoffa per portarli in posta. Qualche volta era onorato, perdeva oppure riacquistava una posizione quale venditore del luogo per un grossista oppure un’ azienda. A lui non piaceva il suo mestiere da commerciante e non aveva successo. Faceva fatica a mantenere se e la sua moglie, ma amava camminare per le strade di Gerusalemme, sempre vestito in modo elegante con il suo vestito da diplomata e nella tasca superiore del vestito c’era sempre un angolo del suo fazzoletto bianco visibile e i suoi gemelli. Gli piaceva passare delle ore nei Café, apparentemente per affari, ma in realtà per chiacchierare e per discutere. Godeva i tè fumanti come pure i tanti giornali e riviste. Gli piaceva pure di mangiare nei ristoranti e trattava i camerieri come se fosse un cliente particolare e malgrado ciò, generoso.

And I had a little tortoise. During the Passover holiday in 1947, some six months before the outbreak of the war, father joined some people of the Hebrew University for a day trip to Jerash in Trans Jordan. He set off early in the morning with a bag of sandwiches and a genuine army of water bottle that he wore proudly in his belt. He came back that evening, full of happy stories of that trip and the wonders of a large Roman theatre, and he brought me a present of a little tortoise he found there at the foot of an amazing Roman stone arch. (Page 358)

JERASH/GERASA/JORDAN/JORDANIEN

JERASH/GERASA/JORDAN/JORDANIEN/JERASH GIORANIA


Und ich hatte eine kleine Schildkröte. Während des Passover Festes 1947, ungefähr sechs Monate vor dem Ausbruch des Krieges, begleitete Vater einige Leute der Hebräischen Universität auf einem Ausflug nach Gerasa, in Trans-Jordanien. Er startete früh morgens mit einer Tasche belegter Brote und einer Wasserflache der Armee, die er stolz in seinem Gürtel trug. Er kam am Abend zurück und erzählte seine schönen Geschichten des Tages und über das wunderschöne, grosse römische Theater und er brachte mir die kleine Schildkröte als Geschenk, die er am Fusse des erstaunliches römischen Steinbogens fand. (Seite 358)

Ed io avevo una tartaruga! Mio padre accompagnava alcune persone dell’Università ebraica su un’uscita a Jerash, in Trans-Giordania durante la Pasqua ebraica del 1947, circa sei mesi prima dell’inizio della guerra. Egli è partito molto presto la mattina con una borsa piena di panini e una bottiglia d’acqua dell’esercito che portava ,pieno di orgoglio, nella cintura. Egli è ritornato alla sera ,riempito di storie felici del giorno e riguardante anche il meraviglioso e grande teatro romano e mi ha portato una tartaruga che aveva trovato ai piedi dell’impressionante arco di pietra romano.

Last but not least/Zum Schluss/Per finire

P1070516

Many people lose the small joys in the hope for the big happiness.(Peaarl S. Buck)

Viele Menschen versäumen das kleine Glück, weil sie auf das Grosse vergebens warten.

Tanta gente non coglie i piccoli piaceri sperando nella grande felicità.

https://rivella49.wordpress.com/2014/10/18/hongkongchinapearl-buckde/

24 replies »

    • Lieber Wolfgang, ganz lieben Dank für deine Bermerkungen auch zur Gesundheit. Wir wollen ja heutzutage immer FILETS essen und deshalb müssen die Tiere zu schnellem Wachsen und Gebären gebracht und Hormone und Antibiotika verabreicht werden. Dieser Luxus führt dann wiederum dazu, dass die Antibiotika beim Menschen nicht mehr wirken und die Tiere ihre natürlichen Zyklen verlieren. Also ich glaube, weniger wäre mehr.:) Cari saluti aus dem regnerischen Tessin. Martina

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  1. Es ist sehr schwer, die Wünsche der Eltern auf die eigenen Schultern zu tragen! Meine Wünsche sind so verschieden von denen meiner Eltern. Ich begreife die Wünsche meiner Eltern gut, sie sind aus ihrer Sozialisierung heraus entstanden! Sie können somit meine Wünsche und meinen Wissensdurst nicht verstehen!
    Danke für die Buchvorstellung, Martina und einen schönen Tag von Susanne

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    • Ja, liebe Susanna, jede Generation hat wieder andere Bedürfnisse und das macht es manchmal auch schwierig die jeweils andere Altergruppe zu verstehen. Ich glaube aber auch, dass unsere Vorfahren z.B. über die Natur viel mehr wussten als wir heute und dass in dieser Beziehung auch viel wichtiges Wissen verloren gegangen ist. Es hat mich sehr gefreut von dir zu hören und ich schicke liebe Grüsse nach Berlin. Martina

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  2. Danke für die interessante Buchvorstellung, liebe Martina und die schöne, passende Bebilderung. Das größte Problem ist wohl, dass viele gar nicht mehr wahrnehmen, wie gut es ihnen eigentlich geht. Liebe Grüße, Peggy

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  3. la tua pronuncia italiana : PERFETTA!
    convengo che la felicità stia nell’accontentarsi di quello ce abbiamo e nelle piccole cose di cui possiamo comprendere il messaggio di vita e soprattutto dell’umiltà nella vita, senza peraltro mai perdere di vista i grandi ideali che fortificano l’uomo.
    Questo tuo post, con l’emblematica , magnifica immagine dell’incipit è straordinariamente bello, così succoso e dissetante, contornato da immagini grandiose
    è davvero una grande gioia passare qualche minuto fra le tue pagine Martina
    Qui il tempo fa l’elastico, ieri mattina giornata limpida e tersa con tutte le rose a pavoneggiarsi in giardino, ieri sera grandi rovesci! anche se io amo moltissimo il rumore della pioggia pensavo con tristezza alle lacrime delle mie rose!
    un abbraccio molto affettuoso insieme al mio sentitissimo GRAZIE🙂

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    • Leggendo le tue straordinarie parole, Annalisa, mi viene in mente il commerciante, ossia il nonno di Amos Oz, che non fa il suo lavoro per vendere tante cose, ma per poter parlare alla gente, perché questo lo arricchisce così tanto!!:)
      Penso anche alle tue rose e spero il meglio per loro. Tante grazie anche a te e della tua amicizia:)

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  4. Deine Präsentation hat viel Saiten in mir zum Schwingen gebracht. Israel nicht nach, sondern kurz vor dem 7-Tage-Krieg bleibt mein einziges Israel-Bild, tief eingegraben in meiner Erinnerung. Und Jerasa, viele Jahre später, das in mir so viel anregte. Die Schildkröte, ein anderes Kapitel. Und natürlich der Satz über die Last, die die Eltern auf die Schultern der Kinder laden: Erwartungen, Fortsetzungen, Erfüllungen nicht erreichter Lebensziele. Und wie man sich schließlich doch aus dem Generationenauftrag befreit und seine eigenen Ziele findet, ohne mit den Vorangegangenen in Konflikt zu leben. Wie man ihnen sagen kann: danke für das, was ihr wart und mir gegeben habt – und sie schauen auf dich mit Liebe und Zustimmung, obgleich du ganz anders lebst.

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    • Es ist eine grosse Freude, Gerda, deine Worte zu deinen Erinnerungen und Schlussfolgerungen zu lesen. Es ist mir natürlich klar, dass es in einem Buch von solcher Bedeutung noch viele Saiten gibt, die wir in Schwingung bringen könnten, wie die, warum sich die Mutter von Amos Oz umgebracht hat, Frage, die den Schrifsteller ein Leben lang bewegt hat, das Ende des Britischen Mandats oder seine Zeit im Kibbutz und vieles mehr, aber leider scheint mir hier eine Versöhnung der beiden Völker immer noch in weiter Ferne! Liebe Grüsse:) Martina

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  5. You read some fascinating books, Martina. That first quote by Charlie Chaplin really speaks to me. I grew up with little luxury, so every day I am so grateful for those which I now have. I remind myself to never take them for granted. And I’m grateful for this post, too.🙂

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    • When I was a child, a bar of chocolate was something very special and could make me completely happy, but imagine to eat now a chocolate of all kinds!! So the best thing is, according to me, to make certain free sacrifices, similar to the ones made in the family of Amos Oz. I appreciate your opinion very much and thank you for having taken your time to write me.:) I wish you good health. Martina

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    • Ich empfehle dir sehr den Amos Oz aus dem Keller zu holen und ich bin sicher, dass dich seine Geschichten zum Nachdenken und auch zum Schmunzeln bringen werden. Hab einen angenehmen Samstagabend. Cari saluti Martina

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      • Ich danke für den Hinweis. Bislang habe ich mich eher davor gefürchtet, weil ich das für zu ernst hielt. Ich werde es mal probieren.
        Dir alles Gute, mick.

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