SPANIEN/AM UFER/D/I

Per i miei amici italiani ho aggiunto la traduzione del testo in italiano.IN ITALIANO SULLA SPAGNA

Ich möchte euch hiermit etwas zu Mallorca/Mandelblüte/Spanien (1.Teil)/ und zum Buch “AM UFER” von Rafael Chirbes erzählen.

Wir haben also tatsächlich Wanderferien auf Mallorca, dieser von Touristen überschwemmten Insel, gemacht! Aber halt, im Februar, zur Zeit der Mandelblüte,

kann man diese teilweise felsigen, mit traumhafter Aussicht versehenen Wanderwege voll geniessen, weil es zu dieser Zeit für viele Sonnenhungrige einfach noch nicht warm genug ist.

Die Bucht von Soller

Die Bucht von Soller/im nördlichen Teil der Insel, ca. 25 Km von Palma entfernt.

Wir starteten z.B. eine Wanderung im malerischen Port de Soller (Suliar=Gold oder Muschel), einer natürlichen Hafenbucht, wo schon die Phönizier und Griechen Stützpunkte hatten und die Römer einen Handelshafen errichteten. Zur Zeit der arabischen Herrschaft gab es bereits ein Bewässerungssystem mit dem die umliegende Landschaft kultiviert werden konnte. Damals pflanzte man grossflächig beeindruckende Olivenhaine an.

In dieser Gegend produzierte man bereits zwischen dem 17.-19. Jahrhundert sehr viel Obst, Gemüse oder Zitrusfrüchte, das/die man bis nach Frankreich oder auf das Festland exportierte. Die Eisenbahn, die anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts von den Engländern gebaut wurde, war natürlich auch sehr nützlich. Heute ist sie eine grosse Touristenattraktion.

Die Bauern sollen es hier nun sehr schwierig haben, denn sie können z.B. die Mandeln nicht mehr verkaufen, weil diese aus den Vereinigten Staaten importiert werden oder sie für die wohlduftenden Orangen, die nun aus den Monokulturen kommen, keine Preise mehr bekommen für die es sich lohnt, die Arbeit und Terrassierungen zu machen! Mit dem mallorquinischen Olivenöl, das als Wunder des Lebens bezeichnet wird, soll es nun wieder bergauf gehen.

Bei dieser Gelegenheit kommt mir das Buch „AM UFER“ von Rafael Chirbes in den Sinn,das ich im Zusammenhang mit dieser Reise unbedingt lesen wollte, weil es auf eindrückliche und knallharte Art und Weise, anhand einer Familie zeigt, warum aus Spanien das geworden ist, wovon wir in den letzten Jahren so viel gehört und gelesen haben. Der Schriftsteller erzählt von der Gier schnell und ohne Rücksicht auf die eigenen Wurzeln oder die atemberaubende Landschaft, Geld zu verdienen, rauschende Partys mit viel Sex und Drogen zu feiern oder über Korruption und die Ausbeutung von marokkanischen, rumänischen oder nordafrikanischen Bauarbeitern, die wie Sklaven behandelt werden.

Die wundersame Vermehrung von Brot und Fisch von Miquel Barcelo

Die wundersame Vermehrung von Brot und Fisch von Miquel Barcelo in der Kathedrale von Palma!

Estebans Jugendfreund Francisco heiratet seine grosse Liebe Leonor und wird nach abgebrochenem Theologiestudium zum erfolgreichen und korrupten Weinkritiker und Geschäftsmann.

Rafael Chirbes spricht auch über den Bürgerkrieg, der nicht richtig verarbeitet wurde und in dem Estebans (Hauptfigur) Vater, der für die Republikaner in den Krieg zog und seine Ehre verlor, weil er sich nach dem Krieg stellte, nachdem er sich im Sumpf versteckt hatte. Esteban hadert immer wieder mit seinem sparsamen Tischler Vater mit dem er die Schreinerei geführt hatte, was er ja nie gewollt hätte. Er wirft ihm vor, dass er auf Kalenderblätter zwar alle für ihn wichtigen kommunistischen Meilensteine oder Personen festhielt, dass jedoch kein Familienmitglied erwähnt wurde.

Ich hatte eigentlich lange das Gefühl, dass die kolumbianische Pflegerin des Vaters , Liliana, eine Art Tochter für ihn war, aber auch da sah ich mich getäuscht.

Die einzige Person, die Liebe ausstrahlt ist Estebans Onkel Ramon. Er ist dem Kind ein besserer Vater.

Also, die Schreinerei ist geschlossen, sie ist Bankrott, weil Esteban alles Geld falsch investiert hat, weil auch er zu den Gewinnern gehören wollte und Ahmed, der jetzt arbeitslos ist fischt im Sumpf, wo er zwei Haufen entdeckt, die halb im Wasser liegen und mit Schlammkruste zugedeckt sind. Es gibt dort auch einen Tierkadaver. Die Geschichte beginnt im Sumpf und sie endet im Sumpf!

Ich denke, dass sich diese bedrückende Geschichte nicht nur auf Spanien bezieht, sondern eine Geschichte ist, die die Menschen des 20. Jahrhunderts allgemein betrifft.

Valldemossa"Mit Chopin trat Polen triumphal in die Reihe der großen musikschaffenden Nationen. Viel Neues in der pianistischen Technik und Schreibweise ist für immer mit seinem Namen verknüpft, auch beträchtliche Fortschritte in der Harmonik gehen auf ihn zurück." Kurt Pahlen

Valldemossa”Mit Chopin trat Polen triumphal in die Reihe der großen musikschaffenden Nationen. Viel Neues in der pianistischen Technik und Schreibweise ist für immer mit seinem Namen verknüpft, auch beträchtliche Fortschritte in der Harmonik gehen auf ihn zurück.”
Kurt Pahlen

Unterdessen haben wir das bezaubernde Valledemossa und sein Kartäuserkloster erreicht, wo sich im Jahr 1838/1839 der berühmte Musiker und seine Gefährtin George Sand aufhielten. Die Schriftstellerin wollte mit dem kränkelnden Chopin dorthin, weil sie dachte, dass es für seine Gesundheit gut wäre. Da es dort aber recht kalt war und wir auch gesehen haben, wo diese Künstler in ungeheizten Räumen den Winter im feuchten Klima verbrachten, bezweifle ich, dass das eine gute Idee war, obwohl man es schaffte Chopins Klavier über Stock und Stein dorthin zu transportieren. Die beiden Verliebten waren auch von der Bevölkerung alles andere als gut angesehen.

Die Bucht von Soller

Das Klavier von Frédéric Chopin

Liebe Grüsse an alle, die meinen Beitrag lesen und ich werde dann auch wieder versuchen auch Englisch oder Italienisch zu schreiben!

Heute, am 14. Juli 2014 habe ich in der NZZ gelesen, dass in Spanien über Jahre Gelder, die für Weiterbildungskurse von Arbeitslosen gedacht waren, in einem ausgeklügelten System dunkler Finanzkanäle endeten und dass bedenkliche Summen auch in den Kassen der Gewerkschaften verschwanden!!! Ich bin wirklich entrüstet.

Oggi, 14 luglio 2014  ho letto sulla NZZ che in Spagna sono finiti, per anni e anni, dei millioni e millioni di dollari, intesi per la formazione di disoccupati,  in sistemi scuri e raffinati di finanze e che delle somme incredibili sono svanite anche nelle casse dei sindacati!!! Sono veramente scioccata.

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